Rückblick: Deutschlands höchster Berg (Die Besteigung der Zugspitze)

28. & 29.08.2010

Bevor es losging, musste ich zunächst meine nicht vorhandene Ausrüstung aufbessern. Einen Rucksack bekam ich von meinen Zimmernachbarn Alex. Zwar war er mir zu klein und auch technisch gesehen nicht für eine Bergbesteigung geeignet, doch war es besser diesen Rucksack zu nehmen als meinen Hartschalen-Rollkoffer hinter mir her die Zugspitze raufzuziehen… Blasenpflaster und Tape bekam ich von der örtlichen Apotheke. Snacks und Getränke für unterwegs kauften wir im Supermarkt. Das war’s. Dann kann es ja losgehen. Von vielen lieben Studienstiftlern mit guten Wünschen für unsere Tour bedacht, machten wir uns zu fünft auf in Richtung Garmisch-Partenkirchen.

100828_P1000177_Germany, nach Garmisch-Partenkirchen, Autobahn, regnerische Straße
Wie auf Kommando wurden wir auf der Autobahn von starken Regenfällen begrüßt, welche uns auch die komplette Autofahrt begleiteten.

100828_P1000180_Germany, nach Garmisch-Partenkirchen, Autobahn, Gruppe
Das kann uns ja nicht erschüttern. Mit genügend Galgenhumor an Board übten wir (von links nach rechts: ich, Sven, Ruth, Asar, Daniel) uns im Sarkasmus und wie wir denn am besten die Zugspitze raufschwimmen könnten…

100828_P1000184_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Olympia-Skistadion, Gruppe
In Garmisch-Partenkirchen angekommen trafen wir unseren sechsten Mitstreiter Leo (links im Bild), ebenfalls Studienstiftler, nicht auf der Sommerakademie aber, über Sven vermittelt, herzlich zu unserer Tour eingeladen. Im Ort selbst kaufte ich mir noch Regenhose und Poncho, um so zumindest etwas Wasserabweisendes dabei zu haben… Gut, in Summe sahen wir auf obigem Bild sicherlich alles andere als professionell aus, dafür war der Wille da den höchsten deutschen Berg zu bezwingen… 😉

100828_P1000186_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Olympia-Skistadion, Große Olympiaschanze
Vorbei an der Großen Olympiaschanze wurden wir…

100828_P1000190_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Partnachklamm, Schlucht… in der Partnachklamm vom wieder einsetzenden Regen begrüßt.

100828_P1000198_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Partnachklamm, SchluchtIch war schon sehr froh über meine wasserdichte Kamera…

100828_P1000201_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Partnachklamm, Mathias
…und bestaunte die herabstürzenden Wassermassen.

100828_P1000213_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Wanderweg, SchluchtWir bahnten uns entlang des Partnach-Fluss einsam den Weg durch das Reintal in Richtung Zugspitze.

100828_P1000219_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Wanderweg, Gruppe
Auch wenn das Wetter hätte besser sein können und wir bereits gut durchgenässt waren, unserer guten Laune tat das keinen Abbruch.

100828_P1000220_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Wanderweg, Himmel
Wir wurden sogar ganz kurz mit einem Stück blauen Himmel belohnt – der einzige wolkenfreie Blick an dem Tag…

100828_P1000223_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Reintalangerhütte, Hüttenschild
Nach ein paar Stunden Wanderung kamen wir an der Reintalangerhütte an,…

100828_P1000221_Germany, Garmisch-Partenkirchen, Reintalangerhütte, Fluss
…welche auch Tische und Bänke am vorbeziehenden Bach aufgebaut hatten. Leider hielt das Wetter mögliche Touristen fern.

100828_P1000227_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Mathias, Fluss
Nun war es Schluss mit Gemütlichkeit. Die Strecke wurde deutlich anspruchsvoller.

100828_P1000228_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Gruppe
Die Wege verschwanden und wir mussten uns teilweise eigene Pfade suchen.

100828_P1000229_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Weg
Die Sicht wurde schlechter und die Strecke steiler und steiler. Immer öfters mussten die Hände zur Hilfe genommen werden, um weiter voran zu kommen.

100828_P1000232_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Schafe
Die Schäfchen unterwegs hatten da nicht so Probleme beim kraxeln…
Glücklicherweise waren meine Schuhe wirklich gut und gaben mir hervorragenden Halt. Meine Kondition zeigte sich auch überraschend beschwerdefrei und problemlos. So langsam machte sich jedoch mein rechtes Knie immer deutlicher bemerkbar. Um ein leichtes Kratzen an einem Zeh zu vermeiden, bin ich die letzten Stunden dummerweise mit dem rechten Fuß leicht schief gelaufen – jetzt bekam ich dafür die Rechnung im Knie. Wir sind in Garmisch-Partenkirchen bei 700 Höhenmeter über NHN gestartet und befanden uns nach 5,5 Stunden bereits auf 1700 Höhenmeter. Es waren in Summe noch 1300 Höhenmeter zurück zu legen. Eine ernsthafte Verletzung aufgrund eines lädierten Knies konnte ich mir vor meiner Reise definitiv nicht erlauben. Umdrehen ging aber ebenfalls nicht. Noch 300 Höhenmeter bis zur nächsten Hütte – das würde ja wohl zu schaffen sein! … Mit jedem Schritt wurden die Schmerzen schlimmer. Später erklomm ich die Felsen nur noch mit meinem linken Bein zuerst und zog das rechte hinterher.

100828_P1000234_Germany, zur Zugspitze, Knorrhütte, Nebelansicht
Eine Stunde später schließlich zeichnete sich die Erlösung durch die Wolkendecke ab.

100828_P1000237_Germany, zur Zugspitze, Knorrhütte, Außenansicht, Gruppe
Die Knorrhütte auf 2052 Höhenmeter – die letzte Bastion vor dem Zugspitzplatt. Komplett durchnässt und sichtlich erschöpft entledigten wir uns unserer nassen Kleidung in den überaus feuchten “Trockenraum”, duschten und wärmten uns auf. Dumm war nur, dass ich kaum Wechselklamotten dabei hatte und darauf hoffen musste, dass mein Sachen über Nacht wie durch Geisterhand trockneten. Mit nassen Klamotten auf schneebedeckten, windigen Berghängen unterwegs – definitiv keine gute Idee… Aber gut, zuvor war da eh noch die Sache mit meinem Knie, welches mittlerweile langsam die Farbe änderte. Ich holte mir vom Hüttenwart seine letzte (viel zu kurze) Bandage und Sven umwickelte mein Knie fachmännisch. Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen, eine Knieheilung über Nacht für die letzten 910 Höhenmeter hätte mir da schon gereicht.

100828_P1000259_Germany, zur Zugspitze, Knorrhütte
Glücklicherweise bekamen wir noch ein 6er-Zimmer und mussten nicht im Restaurantbereich nächtigen. Zwar war hier ein Fenster kaputt, wodurch es beträchtlich kalt wurde,…

100828_P1000263_Germany, zur Zugspitze, Knorrhütte
…dies trübte unsere Stimmung aber keineswegs. Wir waren unendlich froh bis hierher gekommen zu sein und uns ausruhen zu können. Mit unseren mitgebrachten Sachen genossen wir einen angenehmen Abend und fielen in einen Koma-artigen Schlaf.

29.08.2010

Gute Güte – selten hatte ich einen so hervorragenden und regenerierenden Schlaf!!! Keine Spur mehr von Erschöpfung und mein lädiertes Knie fühlte sich fast wie neu an. Zudem hatte sich der Regen verzogen und meine Klamotten waren auch grob genug getrocknet.
100829_P1000281_Germany, zur Zugspitze, Knorrhütte, Gruppe
Bis in die Haarspitzen motiviert machten wir uns auf den Weg.

100829_P1000278_Germany, zur Zugspitze, Knorrhütte, Berge, Aussicht
Wir sagten Adieu zum letzten bisschen Vegetation und begaben uns…

100829_P1000288_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Pfad, Leo
…in die pure felsige Berglandschaft.

100829_P1000291_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Pfad, Gruppe
Es folgten lange Wege schmale Pfade…

100829_P1000295_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, klettern
…mit vereisten Klettereinlagen.

100829_P1000306_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Aussicht, Mathias
Obwohl teilweise deutlich steiler, war die zweite Etappe durch den fehlenden Regen durchaus angenehmer.

100829_P1000308_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Berglandschaft
Es ist schon schöner etwas mehr von seiner Umgebung zu sehen als Nebelwände. 😉

100829_P1000322_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Berglandschaft, Panorama
Irgendwann konnte mich auch die schöne Alpenaussicht leider nicht mehr von den wieder stärker werdenden Knieschmerzen ablenken. Dennoch genoss ich das erhebende Gefühl, anstatt im Labor zu stehen oder vor dem Rechner zu sitzen mal einen Berg zu besteigen, wirklich sehr.

100829_P1000307_Germany, zur Zugspitze, Gebirgshang, Gruppe, Zugspitze, Ausschnitt, alt-2
Das Ziel fast erreicht! Im Hintergrund oben ist der Gipfel der Zugspitze mit Wetterwarte zu sehen.

100829_P1000347_Germany, zur Zugspitze, Zugspitzplatt, Gruppe
Vor den letzten 300 Höhenmetern machten wir am Zugspitzplatt eine Rast und ich gab meinem Knie und mir ein wenig Bedenkzeit. Es sind nur noch 300 Höhenmeter – weniger als eine Stunde. Aber es ist auch ein anspruchsvolles Stück. Um nicht abzustürzen, war gerade bei diesem Teil ein sicherer Tritt elementar und den hatte ich mit meinem rechten Bein definitiv nicht mehr. Nach all den Strapazen kann ich doch aber nicht so kurz vor dem Ziel “Nein” sagen. Wer mich kennt, weiß, dass ich dafür nicht mal annähernd und absolut gar nicht der Typ bin. Das bisschen werde ich ja wohl noch schaffen – das Ziel ist sichtbar zum Greifen nah. Plötzlich ratterten in mir weitere Hirnwindungen. Soll ich es wirklich riskieren? Von innen heraus kam ein klares “Nein!”. Zu groß ist das Risiko in den Abgrund zu stürzen. Ich hatte erkannt, dass dies hier das wahre Leben ist (ohne Chance auf Wiederholung) und zudem nicht irgendeine Alltagssituation zu Hause oder am Arbeitsplatz. Ich bin kurz vor der Spitze des höchsten Berg Deutschlands. Zwar war ich noch im sicheren Deutschland – eine Fehlentscheidung hätte aber jetzt auch hier fatale Folgen haben können. Bereits ein einfacher Knochenbruch würde ganz einfach einen Strich durch meine geplante Reise machen. Nein, ich entschied mich für die Vernunft.
Kaum hatte ich mich für das “Nein” entschieden wusste ich, dass es richtig war und fühlte eine innere Erleichterung in mir aufsteigen. Mein mit großem Abstand härtester Antreiber ist in mir selbst. Anscheinend habe ich nun die nötige Reife, auch wenn es nur noch ein kleines Stück vor so einer bedeutenden Errungenschaft ist, es aber offensichtlich lebensgefährlich wird, “Nein” zu sagen. Danke! Genau ab diesem Moment wusste ich, dass ich jetzt auch von der Vernunft her gesehen bereit war meine, in weniger als drei Wochen beginnende, große Reise anzutreten. Im tatsächlichen Ernstfall nicht an vermeintliche Hoffnungen klammern sondern die richtigen Entscheidungen treffen, das ist worauf es ankommt! Schon jetzt, alleine für diese Erkenntnis und die Probe auf Vernunft, hat sich die komplette Zugspitze-Tour für mich gelohnt! 🙂

100829_P1000357_Germany, zur Zugspitze, Seilbahn, Seilbahn, Zugspitze
So verbrachte ich einige Wartezeit in der Gondelstation und beobachtete wie meine Wanderkollegen das letzte Stück antraten. Sie hatten vollstes Verständnis für meine Entscheidung und versuchten mich nicht vom Gegenteil zu überzeugen. In solchen Situationen ist ein vermeintlicher Stolz alles andere als empfehlenswert – das zeichnet ein gutes Team aus, um im Endeffekt sicher und gesund das Ziel zu erreichen.

100829_P1000360_Germany, zur Zugspitze, Seilbahn, Gruppe aus Seilbahn
Immerhin gab es so ein Bild von oben aus der Gondel. 🙂

100829_P1000376_Germany, Zugspitze, Gebäude, Wetterstation im Nebel
Oben angekommen, zeigte sich die Zugspitze in einer dichten Wolkendecke.

100829_P1000393_Germany, Zugspitze, Gebäude, Eiszapfen
Die hier vorherrschende Kälte…

100829_P1000394_Germany, Zugspitze, Gebäude, vereistes Geländer
…und die Winde waren durch die eindrucksvollen…

100829_P1000395_Germany, Zugspitze, Gebäude, vereistes Geländer
…Eisformationen sichtbar.

100829_P1000402_Germany, Zugspitze, Gebäude, bei Sonne
Später klarte die Sicht auf…

100829_P1000401_Germany, Zugspitze, Gebäude, Berglandschaft, über den Wolken
…und ermöglichte einen atemberaubenden Ausblick in die Landschaft und über die Wolken. Dieses Bild zeigt auch, warum der Rückblick zur Zugspitze so bedeutend ist. Schließlich ziert ein Ausschnitt des obigen Bildes seit Anbeginn meiner Reiseberichte jede Blogseite hier. Einfach mal nach oben scrollen und vergleichen. Einige Male habe ich die Frage erhalten, was das Bild im Header über der Navigationsleiste zeigt. Hier nun die Antwort: Es ist der Ausblick von der Zugspitze. 🙂
Ein wirklich tolles Gefühl machte sich in mir breit. Innerlich spürte ich die Vorfreude auf die baldige Reise ansteigen. Ich fragte mich, welche Höhen mich wohl noch erwarten werden…

100829_P1000377_Germany, Zugspitze, Gebäude, Deutschlands höchster Biergarten
Bevor ich meine Vorfreude nun begießen konnte (Biergärten sind in Bayern wirklich überall zu finden ;)),…

100829_P1000409_Germany, Zugspitze, Gebäude, Gruppe, Ankunft
…erreichte der Rest meiner Truppe nach 55 Minuten die Zugspitze. Glücklicherweise wurden sie von der dichten Wolkendecke zu Beginn verschont und kamen bei klarer Sicht hier oben an.

100829_P1000418_Germany, Zugspitze, Münchner Haus, Hüttenschild
Zusammen erholten wir uns in der hiesigen Hütte und bereiteten uns auf das allerletzte Stück vor. Als wir aus der Hütte rauskamen, hatte sich die Wolkendecke bereits wieder geschlossen und schränkte die Sicht stark ein. Meinem Knie ging es zwar immer noch suboptimal, aber die letzten Klettermeter zum Gipfelkreuz wollte ich mir nicht nehmen lassen.

100829_P1000435_Germany, Zugspitze, Gipfelkreuz, MathiasWer einmal ganz neue Glücksgefühle erleben möchte, dem sei die Besteigung der Zugspitze wirklich ans Herz zu legen. Kniebedingt ging es für mich nicht komplett – irgendwann werde ich also wieder hierher zurück kommen. 😉

100829_P1000442_Germany, Zugspitze, Gipfel, Sicht auf Gebäude
Blick vom Gipfelkreuz: Die allermeisten Touristen fahren mit der Zahnradbahn + Gondel hier rauf und trauen sich nicht das letzte Stück zum Gipfelkreuz.

100829_P1000439_Germany, Zugspitze, Gipfel, Abstieg
Gut, der Weg hierher war stark vereist und…

100829_P1000440_Germany, Zugspitze, Gipfel, Abstieg
…schon ein klein wenig abenteuerlich. 😉

100829_P1000448_Germany, Zugspitze, Gebäude, verletztes Knie, GipfelkreuzWieder zurück auf ebenem Untergrund wurde eben noch ein Beweisfoto von meinem lädierten Knie mit Gipfelkreuz im Hintergrund gemacht,…

100829_P1000500_Germany, nach Garmisch-Partenkirchen, Zugspitzplatt, Zugspitzbahn
…bevor es dann diesmal auf dem bequemen Wege mit der Zugspitzbahn durch einen ewig langen Tunnel…

100829_P1000507_Germany, nach Garmisch-Partenkirchen, Zugspitzbahn, Berglandschaft, See
…und vorbei an der schönen Landschaft zurück ins Tal ging.
Unten angekommen verabschiedeten wir Leo und machten uns schnurstracks wieder zurück nach Rot an der Rot.

100829_P1000515_Germany, Rot an der Rot, Jugendhaus St. Norbert, Zugspitz-Truppe
Nach knapp zwei Stunden Fahrt angekommen trafen wir unsere Akademieleitung Hans-Ottmar Weyand auf dem Parkplatz, welcher auch ganz glücklich war, dass wir heil wieder zurück waren und machte noch schnell ein Foto von uns.

Was für ein Erlebnis! So eine Bergbesteigung schweißt unheimlich zusammen. Bessere Wegbegleiter als Daniel, Sven, Ruth, Asar und Leo hätte ich mir nicht vorstellen können. Vielen Dank an euch für diese unvergessliche Erinnerung und damit den Vorgeschmack auf meine anstehende Reise!

Zu unserem Wochenende haben wir zusammen noch eine vielsagende Kurz-Statistik in der Akademiezeitung veröffentlicht:
ZUGSPITZ-TRUPPE – IN ZWEI TAGEN AUF DAS DACH DEUTSCHLANDS
– Technische Daten –
Teilnehmer:
6 Stiftis ; Strecke: Garmisch-Partenkirchen – Partnachklamm – Reintal – Knorrhütte – Zugspitzplatt – Zugspitze ; Weglänge: 20,9 km ; Höhenmeter: 2302 m ;
Nettowanderzeit:
10 Stunden ; Gesamtgewicht: 0,5 t ;
Trinkwasserverbrauch: 20 L ; Ethanolverbrauch (rein): 0,46 L ;
Verluste/Verletzungen: Badehose, Pfandflasche, ein Knie, zwei Finger, drei Zehen
– Utensilien –
Gute Wanderstiefel, wasserdichte Hose (Jeans erwiesen sich als ungeeignet), Poncho (gute Alternative: Müllsack), Sockenhandschuhe für Stahlseile, überraschend viel Geld, vier Deos, eine verschmutzte Kniebandage, Wein, Wodka, Outdoor-Fotoapparat, zwei Satz trockene Wechselkleidung, viele Süßigkeiten (> 2 kg), Blasenpflaster, zwei GPS-Geräte und eine Karte zur Orientierung
– Fazit –
Eine sehr schöne Tour. Gut geeignet für trittsichere und schwindelfreie Wanderfreunde.

100904_P1000557_Germany, Frankfurt am Main, Restaurant, Mathias, Apfelsaft-Prost
Schließlich war auch irgendwann die Sommerakademie mit der integrierten Zugspitze-Einlage vorbei. In jeglicher Hinsicht waren die zwei Wochen ein voller Erfolg. Wertvolle Erlebnisse, Erinnerungen und Kontakte – was will man mehr. Nach einer durchzechten Nacht machten Daniel und ich uns mit den Frankfurtern Moritz und Stefanie schließlich auf den Heimweg. Daniel treffe ich vielleicht auf meiner Reise in Singapur wieder, da er ein Auslandspraktikum einlegt und zwischendurch durch in die umliegenden Länder reist. Na hoffen wir mal, dass es dort ein paar Berge in der Nähe gibt oder andere verrückte Dinge zu erleben. 😉
Auf dem Bild proste ich zum Abschied mit einem Glas Spezial-Frankfurter-Apfelsaft und freue mich insgeheim schon auf einen ausgiebigen Schlaf… 😉

Das waren auch schon die beiden Rückblicke. Dass ich ca. zwei Monate nach der Zugspitze direkt den Mt. Everest erleben darf – damit hätte ich beim allerbesten Willen nicht gerechnet. Wie schön es doch ist, was das Leben einem alles bieten kann. Da heißt es nicht trödeln sondern zugreifen. 🙂


Weiterführende Links:

  1. Garmisch-Partenkirchen – Letzter Ort vor der Zugspitze
  2. Große Olympiaschanze – Mehrfach weltrekorderprobt (Ski und Motorrad…)
  3. Partnachklamm – Eine teilweise bis zu 80 m tiefe Schlucht
  4. Partnach – Fluss, welcher im Zugspitzmassiv entspringt 
  5. Reintal – Tal zwischen Partnachklamm und Zugspitzplatt
  6. Reintalangerhütte – Letzter Stopp vor dem anspruchsvolleren Teil
  7. Normalhöhennull (NHN) – Wie hoch etwas relativ zu NHN ist
  8. Knorrhütte – Wichtigste Zwischenstation bei der Besteigung der Zugspitze
  9. Zugspitze – Mit 2962 m über NHN der höchste Berg Deutschlands
  10. Münchner Haus – Hütten-Raststation auf der Zugspitze
  11. Gipfelkreuz – Dient als Gipfelmarkierung
  12. Zugspitzbahn – Eine der letzten vier Zahnradbahnen Deutschlands
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Ein Kommentar zu Rückblick: Deutschlands höchster Berg (Die Besteigung der Zugspitze)

  1. Pingback: China, Tibet (Den Wolken so nah: Mt. Everest Base Camp) | Reiseblog Mathias Hentrich

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