China, Xi’an (Ankunft, Terrakotta-Armee)

27.10.10: Im Hostel angekommen stellte sich schließlich heraus, dass der Shuttle-Service tatsächlich da war, um mich abzuholen. Vielleicht sollte ich nächstes Mal geduldiger nach meinem Zeichen suchen. Meine erste Hostel-Erfahrung – Ruhe und Anonymität? Nein! Noch während des Eincheckens lernte ich eine weltreisende Österreicherin kennen. In meinem Vier-Bett-Zimmer traf ich schließlich auf meinen Zimmerkameraden Lars, einen Deutschland-liebenden (Bier und Leute sind super) und überaus netten Schweden, welcher mir später noch überaus nützliche PC-Gimmicks zeigte. Noch nicht richtig angekommen machten wir uns auf in die Stadt, um nach was Essbaren zu suchen. Auf dem Bild sieht man Lars (rechts am Mampfen) und mich mit meiner in Peking erfeilschten Daunenjacke.

28.10.10: Warum fährt ein Nicht-Chinese überhaupt nach Xi’an? Natürlich wegen der weltberühmten Terrakotta-Armee! Nach einem ausgiebigen Frühstück, bei dem ich den Iren Ronan und den Australier Grant kennenlernte, startete unsere Tour zum vermeintlich achten Weltwunder. Während der Bustour lernte ich noch die Australierin Minna, den Holländer Stijn, den mexikanischen Manager Rolf sowie einige weitere Leute kennen. Die Gespräche waren einfach interessanter als ein paar Zeilen in mein Tagebuch zu schreiben. Schließlich kamen wir irgendwann an. Nach einigen Minuten Wanderung über große Flächen mit unzähligen Shops konnten wir dann auch die Terrakotta-Armee bestaunen.Auf geschichtliche Details zu diesem Platz verzichte ich bewusst, da diese einfach bei Wikipedia nachgelesen werden können. So wie die obigen beiden Bilder stellen sich die meisten Leute die berühmte Terrakotta-Armee vor. Nun, das ist auch wahr – so sieht sie aus. Zum Schutz vor den abertausenden Touristen ist die komplette Fläche aber abgesperrt und aus witterungstechnischen Gründen zudem auch überdacht, so dass sich folgendes Bild bspw. für Halle 1 ergibt.Auf Postkarten und im Fernsehen sieht man halt immer nur die rosigen Seiten. 😉 Es war jedoch wirklich gut möglich einen Einblick in die Technik und Vergangenheit von vor über 2000 Jahren zu erhalten und den ein oder anderen staunenden Moment zu genießen. Mit viel Mühe gelang es mir dennoch mich zwischen die Figuren zu schmuggeln und einen authentischen Gesichtsausdruck aufzusetzen…Faszinierend, nicht? …zwar standen die Figuren in einem Touristen-Shop nebenan aber das tut ja nichts zur Sache. 😉 Später besuchten wir den eigentlichen Grabhügel des ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi, welcher für die Erstellung der obigen Tonarmee verantwortlich war. Das Gelände wurde erst 2008 für Touristen geöffnet – der Grabhügel selbst (auf dem Bild rechts im Hintergrund zu sehen) ist hingegen noch ungeöffnet.Am späten Nachmittag im Hostel angekommen konnte ich endlich ein paar Reiseupdates für hiesigen Blog machen. Hungrig schlich ich mich abends aus meinem Zimmer und orderte im Hostel-Restaurant eine Kleinigkeit zu essen. Ich holte meinen von Deutschland mitgebrachten chinesischen Reiseführer hervor und gedachte gemütlich beim Essen erstmalig darin zu lesen. Eine Seite habe ich immerhin geschafft… Rolf gesellte sich zu mir und wir unterhielten uns beim Essen über Gott und die Welt. Schließlich überlegten wir uns, ein kleines Bier als Absacker in der angegliederten Bar kann ja nicht schaden… Von wegen Ruhe und Abgeschiedenheit. Wir trafen dort drei Spanier und ich erfuhr viel über Sprache, Kultur und insbesondere Feiergewohnheiten. Bei einem Getränk ist es dabei verständlicherweise nicht geblieben.. 😉

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Kommentare zu China, Xi’an (Ankunft, Terrakotta-Armee)

  1. Scheibe sagt:

    Ich dachte schon, dass die dich für die Terrakotta-Armee rekrutieren wollten…

  2. Fidi sagt:

    Das mit dem Hostel haette ich dir auch vorher sagen koennen…. Pack dein Zelt aus wenn du Ruhe haben moechtest 🙂

  3. Christina sagt:

    Hey Mathias!
    bei dir ist ja immer was los! schön, gelegentlich mal mit auf reise gehen zu können durch deinen blog. ach und vielen dank noch für die karte aus moskau! hängt am kühlschrank…….fernweh……

  4. Brigitte und Achim Rönisch sagt:

    Hallo, Mathias
    die Kneipentur hätte Ich gerne mitgemacht, deine Karte aus Peking ist
    heute 04.11. angekommen. Danke !
    Viele Grüße und vor allem Gesundheit wünschen Brigitte und Achim

  5. kmh sagt:

    Hallo lieber Mathias, die Bilder und deine Berichte sind eimalig.
    Claudia ist auch total begeistert. Sie sagt Du siehst sehr gut aus. In Gedanken reise ich mit. Viele Grüße von Alfons,Wilhelm und Eva. Weiterhin gute Fahrt und viel Spaß. maps

  6. Matta sagt:

    Hallo Matze,
    Dein Reiseblog ist auch auf meinem PC gelandet. Verfolge Deine Reise, finde es interessant und spannend. So komme ich doch auch noch mal nach China. Freut mich sehr auf diese Weise von Dir zu hören und Dich wiederzusehen, wenn auch nur auf dem Foto. Wünsche Dir viel Spass und tolle Erlebnisse, sowie eine glückliche Rückkehr nach OLD GERMANY.

    • Mathias sagt:

      Wie es aussieht, werde ich für die Realisierung meines Plans in naher Zukunft noch einen weiteren Zwischenstopp in China einlegen müssen – dann gibt es weitere Fotos von diesem beeindruckenden Land.
      Zurück in Deutschland wirst Du mich dann auch mal wieder persönlich sehen – dies dauert aber noch eine Weile. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.