Mongolei, Ulan-Bator 2

06.10.10: Von einer wirklich traumhaften Gegend ging der Weg zurück in den smogbelastenden Moloch Ulan-Bator.Hier wurde ich von meinem nächsten Couchsurfing-Host Cathy abgeholt. Bei ihr zu Hause bezog ich erstmal mein Quartier und entspannte nach den vielen Eindrücken auf der Couch.Vier Tage verbringe ich nun in dieser Stadt und habe bereits bei der Anreise alles Sehenswürdige gesehen. Endlich mal Zeit meinen Blog zu aktualisieren (was ich hier ja gerade mache), ein paar Postkarten zu schreiben und zu relaxen. Die Stadt an sich ist wenig einladend. Ich wurde bereits von verschiedenen Personen und auch Hinweisen in den öffentlichen Gebäuden vor Taschendiebstahl gewarnt. Cathy wies mich auch nochmal darauf und auch auf die hohe Gewaltbereitschaft vereinzelter Städter hin. So wurde ihr Exmann innerhalb der letzten vier Monate bereits zweimal ausgeraubt. Auch in dem Kaffee, in dem ich gerade sitze, kamen im Verlaufe des Tages zwei Personen rein und berichteten über einen gerade stattgefundenen Taschendiebstahl. Und interessanterweise bin auch ich, obwohl noch gar nicht lange in der Stadt, knapp einem Diebstahl entgangen. Auf dem Weg zum Kaffee sah ich glücklicherweise in einer Schaufensterscheibe, wie zwei Herren um die 40, die gar nicht nach Dieben aussahen, ziemlich dicht hinter mir gingen. Ich blieb ruckartig stehen und drehte mich grimmig dreinschauend um. Etwas überrascht verschwanden beide in das nächstgelegene Geschäft, während ich den bereits geöffneten Reißverschluss meines Tagesrucksacks verschloss… Glücklicherweise hat nichts gefehlt. Mal schauen, was mich in den nächsten Tagen hier noch so erwarten wird. Jedenfalls werde ich mir in der jetzt anbrechenden Dämmerung ein Privattaxi zurück zu Cathy gönnen (ca. 1,50 €).

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9 Kommentare zu Mongolei, Ulan-Bator 2

  1. Scheibe sagt:

    Du hast noch kein Foto von Cathy gemacht. Verheimlichst du uns was? ^^

  2. Thomas S sagt:

    Hey Mathias, ich habe mit deine komplette letzte Aktualisierung durchgelesen. Ich muss sagen, die ganze Gegend dort ist echt traumhaft. Ich habe da immer so ein duesteres und unfreundliches Bild von gehabt, obwohl ich niemals dort war, warum weiss ich nicht. Aber du scheinst ja echt nur auf sehr nette Menschen zu treffen (die zwei Langfinger mal ausgenommen). Und vor allem die Bilder von dem weiten unberuehrten Land sind echt eindrucksvoll! Du musst mal, wenn du wieder in der Steppe nachts die Gelegenheit hast, versuhen, die Milchstrasse zu sehen und zu fotografieren, das sieht echt einmalig aus 😉 Dein Blog liesst sich uebrigens sehr gut und man hat das Gefuehl, das direkt mit dir zu erleben, weiter so! Und gute Besserung dem Fuss!

    Bis bald

    • Mathias sagt:

      Die Leute sind wirklich überaus nett und unglaublich hilfsbereit. In Großstädten trifft man dann halt auch die weniger netten Leute – aber das ist wohl in jeder Großstadt so. Leider konnte ich mit meiner Kamera die Milchstraße nicht dokumentieren (60s Belichtung ist Maximum) – aber der Anblick bleibt für mein Auge unvergesslich. Man kann die Milchstraße in ihrer vollen Pracht wirklich nicht übersehen. 🙂 Dem Fuß geht es auch schon wieder besser. 🙂

  3. claudia sagt:

    Ich will auch!
    tolle Fotos übrigens. Wie gehts denn weiter? Die Jahreszeit legt ja tropische Gefilde nahe… Wünsch dir in jedem Fall noch ganz viel Abenteuer.

    • Mathias sagt:

      Kein Problem, komm vorbei. 😉 Übermorgen geht es ab nach China, von da aus Richtung Westen nach Indien rein und anschließend Richtung Südostasien, wofür du mir ja schon einige Tipps gegeben hast. 🙂

  4. Sina sagt:

    Hey Mathias,

    danke für die Karte aus Moskau! Hat mich sehr gefreut! Wünsche dir weiterhin eine tolle Reise – die Bilder sind ja wirklich traumhaft 🙂

    Liebe Grüße,

    Sina

  5. Kai-Hawai sagt:

    Hey Mathias,
    ich kann mir richtig vorstellen wie du dich plötzlich umgedreht hast und den beiden Mongolen mit stählernem Blick die Sachlage vermittelt hast. Du schreibst echt sehr spannend und unterhaltsam.
    Tipp: MacGyver hatte seine schweizer Ansichtskarte auch nicht im Rucksack… Den Universal-Übersetzer immer in der Hosentasche bereit halten. So streift man auch selbstsicher durch Peking oder dem nächtlichem Dortmund…Ist ja fast das Gleiche.

    Grünliche Füße
    Kai

    Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen….

    • Mathias sagt:

      Glücklicherweise ist Peking deutlich sicherer als alle bisher erlebten Städte (auch im Vergleich zu meiner Geburtstadt mit 17.000 Einwohnern) und besonders verglichen mit der Dortmunder Nordstadt. 🙂

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